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Meldungen aus dem Landesverband Berlin
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Gedenkveranstaltung Plötzensee 2025

Die Gedenkstätte Plötzensee ist ein Ort der Erinnerung und Verantwortung

Louisa Fuchs

Plötzensee in Berlin war während der NS-Zeit ein Gefängnis und Hinrichtungsort. Zwischen 1933 und 1945 wurden hier über 2.800 Menschen hingerichtet. Vor allem Widerstandskämpfer und politische Gegner der Nazis. 

Am 15. November 2025 kamen rund 130 Gäste anlässlich des Volkstrauertages an die Gedenkstätte Plötzensee, um der Opfer des Naziregimes und aller Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zu gedenken.
 

Unter den Teilnehmenden waren Vertreter und Vertreterinnen der Bundeswehr wie Generaloberstabsarzt Dr. Nicole Schilling, Generalleutnant André Bodemann und der Kommandeur des Landeskommandos Berlin, Brigadegeneral Horst Busch, Politiker und Politikerinnen wie Cornelia Seibeld (Präsidentin des Abgeordnetenhauses von Berlin), Sven Rissmann und Repräsentierende der Bezirksverordnetenversammlungen und weitere Vertreter und Vertreterinnen, die mit ihrer Anwesenheit die Bedeutung des Gedenkens bekräftigen. Auch der Volksbund selbst war mit dem Präsidenten Wolfgang Schneiderhan, dem Generalsekretär Dirk Backen, dem Landesvorsitzenden Dr. Fritz Felgentreu und weiteren Teilnehmenden hochkarätig vertreten.

Die Veranstaltung wurde vom Berliner Jugendarbeitskreis gestaltet: Annika Lang und Anna Uekert hielten als Sprecherinnen des JAK die Gedenkrede, Sophia Wegener und Josphine Lötzsch moderierten das Programm. Musikalisch beeindruckte die Sängerin Veronika Bognar mit ihrer eindrucksvollen Performance, unter anderem von Alexandra Burkes Coverversion „Hallelujah“ und „Zombie“ der Rockband The Cranberries. Dana Oppermann und Mara Pauline Kohlmann vom Geschwister-Scholl-Gymnasium aus Sondershausen sprachen zum Thema Widerstand, wodurch das Gedenken um persönliche Geschichten und historische Reflexionen bereichert wurde. Das Totengedenken sprachen Charlotte Tewes und Caroline Helms auf Deutsch und Englisch.

„Es gibt keine Zukunft ohne Erinnerung. “

Eugen Kogon, Überlebender des Konzentrationslagers Buchenwald

Etwa 15-20 Kränze wurden niedergelegt, und Blumen wurden am Ende symbolisch am Gedenkort von allen Teilnehmenden abgelegt. Die Veranstaltung umfasste Gesangsdarbietungen, Kranzniederlegungen und thematische Beiträge, die die Gäste zum Nachdenken anregen sollen. Dieser Tag ist nicht nur ein Rückblick, sondern ein lebendiges Zeichen: Erinnerung verpflichtet, führt zu Verantwortung und fordert auf, Haltung zu zeigen: nicht nur im Gedenken, sondern auch im Handeln!

Ausschnitt von der JAK-Rede zum Volkstrauertag 2025

„Gedenken ist mehr als nur Erinnerung – es ist eine Verpflichtung. Eine Verpflichtung, aus der Vergangenheit zu lernen, und eine Mahnung, wachsam zu bleiben gegenüber den Spuren, die geblieben sind. 80 Jahre nach der Befreiung zeigt sich, dass das Gedenken schwerer denn je ist, obwohl es für die Zukunft nie wichtiger war.“

Text: Yunus Serif; Fotos: Louisa Fuchs